„Vielleicht sind wir doch Brüder…“ – Die große Rede des Häuptlings See-Ahth

„Jener Himmel hat ungezählte Jahrhunderte gnädige Tränen des Mitgefühls über unsere Väter regnen lassen; doch was uns ewig dünkt, mag sich wenden. Heute ist der Himmel klar, morgen mag er mit Wolken bedeckt sein.

Meine Worte sind wie die Sterne, die nie untergehen. Was Seattle sagt, darauf kann sich der Große Häuptling in Washington ebenso sicher verlassen, wie sich unsere bleichgesichtigen Brüder auf die Wiederkehr der Jahreszeiten verlassen können.“

Seattle (oder auch Seathl) lebte etwa 1786 bis 1865. Seit 1808 war er Häuptling der Duwamish (Suquamish), die als Fischer an der amerikanischen Westküste lebten. Nach ihm wurde die Stadt Seattle benannt. Im Jahre 1855 hielt er eine Rede vor den versammelten Stammesmitgliedern auf dem Boden der heutigen Stadt, wahrscheinlich in Gegenwart des Gouverneurs Isaac 1. Stevens, der ihm im Auftrag des amerikanischen Präsidenten Franklin Pierce das Land des Stammes abkaufen wollte. Die Rede von Seattle zeugt davon, dass dieser scheinbar keine Ahnung hat, wieso die weisse Horde das Indianerland überhaupt begehrt: Handel mit Indien und Weltbeherrschung

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