Google-Mitarbeiter protestieren weltweit gegen Sexismus im Konzern

Google gibt sich in Sachen Firmenkultur gern fortschrittlich und vorbildlich. Doch Berichte über sexuelle Belästigungen haben den Konzern erschüttert.

Tausende Google-Mitarbeiter haben aus Protest gegen Missstände wie Sexismus, Rassismus und Machtmissbrauch durch Führungskräfte am Donnerstag zeitweise die Arbeit niedergelegt. “Für einen echten Wandel” wolle man protestieren, verkündeten die Organisatoren der Aktion. Unter dem Hashtag #GoogleWalkout verabredeten sich die Beschäftigten, jeweils um 11.10 Uhr Ortszeit ihre Büros zu verlassen. Die Protestwelle schwappte rund um den Globus – von Asien über Europa bis nach Nordamerika. Die Teilnehmer forderten mehr Gleichberechtigung.

Bei vielen Angestellten hat sich Frust aufgestaut, nach den jüngsten Medienberichten über Vorwürfe sexueller Belästigung und den zweifelhaften Umgang ihres Unternehmens damit. “Es gibt Tausende von uns, auf jeder Ebene der Firma – und wir haben genug”, hieß es in einem offenen Brief der Initiative. Auf Transparenten machten die Protestierenden ihrem Ärger Luft: “Ich arbeite jeden Tag hart, damit sich mein Unternehmen leisten kann, einem Manager 90 Millionen Dollar zu zahlen, der meine Kolleginnen sexuell belästigt.”

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