EU-Kommission winkt Übernahme von EMI Music Publishing durch Sony durch

Grünes Licht für den Sony-Konzern in Brüssel: Der Verlagsarm Sony/ATV darf weitere 60 Prozent von EMI Music Publishing ohne Konzessionen für 2,3 Milliarden Dollar übernehmen. Zuvor hatte Sony/ATV bereits 30 Prozent an EMI Music Pubilshing gehalten.

Grünes Licht für den Sony-Konzern in Brüssel: Der Verlagsarm Sony/ATV darf weitere 60 Prozent von EMI Music Publishing ohne Konzessionen für 2,3 Milliarden Dollar übernehmen. Zuvor hatte Sony/ATV bereits 30 Prozent an EMI Music Pubilshing gehalten.

Damit hat sich die Strategie von Sony ausgezahlt. Der Konzern war im Vorfeld nicht bereit, irgendwelche Zugeständnisse zu machen. Nun verdoppelt sich der Katalog der von Sony/ATV betreuten Kompositionen von 2,16 auf 4,21 Millionen.

Harte Kritik an der Genehmigung formuliert Impala-Vorstand Helen Smith, die der Meinung ist, dass die Zustimmung der EU-Kommission gegen frühere Auflagen verstoße. “2012 musste Sony noch Zugeständnisse machen, um eine Minderheit zu erwerben. Nun, wenn Sony 100 Prozent erwibt, gibt es eine bedingungslose Zustimmung. Das passt einfach nicht zusammen.”

Smith bezeichnet die Übernahme als “schlechte Werbung für die europäische Kartellbehörde”. Das sende Alarmzeichen an die unabhängigen Firmen in allen Industriebereichen, nicht nur an jene im Musikgeschäft. Auch sei die Zustimmung eine schlechte Nachricht für die Musikbranche und das digitale Trackgeschäft.

“Sony hat nun ein Monopol über die Charts – und die negativen Folgen davon wird die gesamte Wertschöpfungskette im Musikbereich zu spüren bekommen. Songwriter, Komponisten, Indie-Labels, Verlage, digitaldienstleister und natürlich die Fans werden es künftg schlechter haben. Diese Entscheidung ist ein harter Schlag gegen Innovation und kulturelle Vielfalt in Europa.”

Quelle / Link: beta.musikwoche.de

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