Die Bilderberger, der Vatikan und die Deutsche Geschichte

Der Verlauf der deutschen Geschichte nach dem zweiten Weltkrieg läßt sich durch wenige wichtige Marksteine zusammenfassen: Westbindung der Bundesrepublik, NATO- und EU-Beitritt, „Wandel durch Annäherung“ durch die Entspannungspolitik der Regierung Brandt, der Fall der Berliner Mauer und die deutsche Wiedervereinigung und schließlich die Abschaffung der DM zugunsten des Euro.

Doch wie viel davon wurde wirklich durch deutsche Regierungen initiiert? Oder vom Weißen Haus in Washington, vom Kreml in Moskau?

Ein etwas gründlicherer Blick auf die historischen Ereignisse zeigt: Hauptgestalter der jüngeren deutschen Geschichte war eine Gruppe, deren Existenz den meisten Menschen kaum bekannt ist – die Bilderberger!

Ende gut, alles gut! Mit strahlender Miene trat Pjotr Abrassimow, seinerzeit sowjetischer Botschafter in der DDR, im alliierten Kontrollratsgebäude in Berlin vor die wartenden Journalisten. Er hatte tatsächlich eine positive Nachricht zu verkünden. Die Vertreter der vier Siegermächte des zweiten Weltkrieges hatten sich nach monatelangen Verhandlungen endlich auf einen Text für das Abkommen über den Status Berlins geeinigt.

Am 3. September 1971 wurde der Vertrag unterzeichnet. Die Verhandlungen waren zäh und schwierig gewesen. Immerhin konnte man sich nicht einmal darauf verständigen, über welches Gebiet man eigentlich verhandelte.

Die Westalliierten beharrten auf dem Viermächtestatus von ganz Berlin, während die Sowjets Ost-Berlin als „souveräne Hauptstadt der DDR“ ausklammern wollten. Schlußendlich war im Haupttext des Abkommens paradoxerweise von „Berlin“ überhaupt nicht mehr die Rede, sondern nur noch vom „betreffenden Gebiet“.

Das Berlin-Abkommen ist von besonderer historischer Bedeutung durch das „Berlin-Junktim“ des dama­ligen Bundeskanzlers Willy Brandt, der die Ratifizierung der Entspannungsverträge mit der Sowjetunion und Polen vom Zustandekommen des Vertrages abhängig gemacht hatte. Ohne Brandts Entspannungspolitik jedoch wäre auch der spätere Wandel im Ostblock kaum denkbar gewesen (Bereiten „Bilderberger“ 2018 Krieg gegen Russland vor?).

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