Wer oder was ist ein Walk-in?

Ein Walk-in ist eine Seele aus anderen Dimensionen, die unsere Erde nicht durch den natürlichen Ablauf von Geburt, Aufwachsen und Lernen betritt. Sie inkarniert in einen erwachsenen Körper, manchmal auch schon während der Kindheit oder Jugend. Die Seele, die bis dahin in diesem Körper lebte, verlässt ihn dafür, ohne dass er sterben muss.

Klingt bequem, ist es aber nicht. Es kann die Hölle sein, wenn du realisierst, wie du plötzlich in einer Welt aufwachst, die so völlig anders ist als alles, was du gewohnt warst. Vor allem dann, wenn du keine Ahnung hast, was gerade geschehen ist. Du glaubst, immer noch die gleiche Person wie jeden Tag deines bisherigen Lebens zu sein, aber du fühlst dich nicht mehr. Du weißt, irgendetwas hat sich massiv verändert. Alles an dir und um dich herum erscheint dir seltsam und fremd.

Der Körper speichert sämtliche Erfahrungen ab. Was wir erleben, gestaltet den Bauplan unserer Zellen: Erinnerungen, Gewohnheiten, Wissen, Gefühle, körperliche Voraussetzungen. All das ist beim Eintritt des Walk-ins also vorhanden und wird übernommen. Das ist seine Ausgangsbasis. Das ist der Körper, das „Fahrzeug“, mit dem diese Seele plötzlich verschmolzen ist, und über den sie ihren Ausdruck finden muss, der vorher ein ganz anderer war.

Komische Tage, an denen man sich fremd fühlt, hat jeder, meinst du? Stell dir vor, du stehst vor einem Spiegel und man nimmt dir langsam die Bandagen ab, die deinen Kopf vollständig verhüllen. Zum Vorschein kommt ein Gesicht, das du nicht kennst. Du weißt, das bist du, aber du fühlst es nicht. Und du weißt nicht einmal, dass du eine Operation hinter dir hattest. Und warum.

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