Stephen Hawking mit 76 verstorben

Der weltberühmte theoretische Physiker und Astrophysiker Steven Hawking ist im Alter von 76 Jahren gestorben in Cambridge gestorben. Durch sein Buch „Die kürzeste Geschichte der Zeit“ (Originaltitel: A Briefer History of Time), das sich mehr als 10 Millionen Mal verkaufte, konnte er Bekanntheit weltweit erlangen und seine Lebensgeschichte wurde im Film „The Theory of Everything“ verfilmt. Mit 21 Jahren wurde bei ihm ALS diagnostiziert und ihm eine Lebenserwartung von zwei Jahren zugesprochen, doch da die Krankheit sich bei ihm nur langsam bemerkbar machte, hatte er ein langes Leben. In den 60ern musste er auf Krücken laufen, ehe er später auf einen Rollstuhl angewiesen war und im letzten Abschnitt seines Lebens nur noch durch einen speziellen Computer kommunizieren konnte, der mit seinen Augen gesteuert wurde.

Seine Kinder haben folgendes Statement veröffentlicht: „Wir sind tief betrübt, dass unser geliebter Vater heute gestorben ist. Er war ein großartiger Wissenschaftler und ein außergewöhnlicher Mann, dessen Arbeit und sein Vermächtnis noch viele Jahre nachhallen wird. Sein Mut, seine Beharrlichkeit, seine Brillianz und sein Humor inspirierten Menschen auf der ganzen Welt. Er sagte einst: ‚Es wäre kein gutes Universum, ohne die Menschen, die man liebt.‘ Wir werden ihn für immer vermissen.

Mit 32 Jahren wurde er in die Royal Society gewählt und fünf Jahre später übernahm er den Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik in Cambridge, eine Position die schon Isaac Newton, Charles Babbage und Paul Dirac inne hatten. Diese Stelle besetzte er 30 Jahre, bis er ans Centre for Theoretical Cosmology wechselte und dort die Forschung leitete. Er warnte vor den Gefahren von künstlicher Intelligenz und sprach sich gegen vollautomatische Waffen aus. 2009 erhielt er außerdem die Presidential Medal of Freedom von Barack Obama.

Er hinterlässt drei Kinder – Robert, Lucy und Timothy, aus seiner ersten Ehe mit Jane Wilde und drei Enkel.