Licht wirft keinen Schatten

Heute ist ein guter Tag, um einen Blick hinter den Schleier des Vergessens zu werfen und die natürliche Ordnung zu betrachten. Leben ist natürliche Ordnung. Das Leben fliesst aus der ewigen Quelle, fortwährend, immerwährend, sein wahres Wesen und somit seine Essenz, die Liebe der innewohnenden Göttlichen Blaupause ausdrückend. Das Leben ist vollkommen, und alles, was Leben ausdrückt, ist es ebenfalls. Diese Vollkommenheit drückt sich hinter dem Schleier aus, durch den die Menschen inkarniert sind. Der Schleier lüftet sich jetzt mit dem hereinkommenden Licht, das alle Schatten offenbart, da es auf Alles strahlt. Was ihm nicht gleich ist, kann ihm nicht standhalten. Das ist die grösste aller Gelegenheiten, die die Menschheit jemals hatte. Wer sich darauf einlässt und sich dem inneren Wandel hingibt, ihn zulässt, wird Eins mit dem Licht. In diesem Licht zeigt sich die wahre Grösse und Schönheit des vollkommenen Göttlichen Plans, der in den Herzen der Menschen lebt. Es bedarf der freiwilligen Entscheidung, ihn zu erkennen und zuzulassen, damit er sich entfalten kann. Entfaltung findet von Innen heraus statt. Das bedeutet, dass das, was kommt, nichts ist, was das Äussere verwandelt, sondern es drängt dich dazu, dein wahres Inneres zu erkennen und zuzulassen.

Das, was kommt, ist der Weckruf zur Wiederherstellung der natürlichen Ordnung. Die natürliche Ordnung ist das Licht der Liebe. Dabei ist Licht der informierende erschaffende Geist und Liebe die Kraft des Miteinanders, die Tätigkeit Gottes in Allem. Der Geist bietet die Möglichkeit, diese Tätigkeit zum höchsten Wohle Aller zu verwenden. Wird er in dieser Form eingesetzt, da die Liebe erkannt, zugelassen und gelebt wird, so dehnt sich die natürliche Ordnung aus. Wird die Liebe im eigenen Herzen und dadurch auch in allem Anderen verleugnet, so breitet sich ein Schatten aus, der die natürliche Ordnung verdunkelt. Der Schatten existiert einzig und allein im Menschen, und somit auch in der Menschheit. Er entsteht durch den falschen Einsatz, den Missbrauch, des Geistes, wenn dieser als Werkzeug eigener selbstsüchtiger Macht betrachtet wird und nicht als Göttliche Gabe, bereitgestellt, um lichtvoll zu erschaffen.

Wer die wahre Beziehung zwischen Bewusstsein, Geist, Seele und Wille versteht, erkennt, dass Materie das letzte Glied einer Schöpfungskette darstellt, die am Ende Bewusstsein in fester Form ausgedrückt hat. Dies gilt auch für den menschlichen Körper. Die Kette beginnt im allumfassenden Bewusstsein und bildet sich aus ihm heraus, indem es Bewusstseinssubstanz anzieht und formt. Somit ist sie allumfassendes Bewusstsein in verwandelnder Tätigkeit, was als Realitätsgestaltung bezeichnet werden kann. Um sich auszudrücken, löst sie sich vom Grossen und Ganzen. Das geschieht im Geist, und der erste Ausdruck der Individualisierung des Geistes lautet ICH BIN. Um zu erfahren und zu wirken benötigt der individuelle Ausdruck ein Gefährt. Dieses Gefährt ist die Seele, die sich als feinstofflicher Götterfunke manifestiert hat. Aus dieser Manifestation heraus entsteht individuelle Erfahrung und individuelles Wirken – individuelles Leben drückt sich aus. Je nachdem, welcher Wille dabei zum Einsatz kommt, erfährt sich das allumfassende Bewusstsein der Quelle als Licht des Ganzen oder als vom Ganzen getrennter Schatten.

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