DSGVO

Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist der Begriff, der derzeit ohnenhin vielen Bloggerinnen und Bloggern den Schweiß auf die Stirn treibt. Aber nicht nur Blogs sind von der EU-Verordnung betroffen, die am 26.5.2018 in Kraft tritt. Sondern JEDE Webseite, die personenbezogene Daten speichert. Und das ist nun mal so gut wie JEDE Webseite, also auch Vereine und die Webseite des Yogastudios ums Eck. Denn personenbezogene Daten sind nicht nur der Name und die E-Mail Adresse wie sie etwa beim Kommentieren, beim Kontaktformular oder beim Anmelden zum Newsletter hinterlassen werden müssen, sondern es handelt sich hierbei auch um die jeweilige IP-Adresse der User. Falls du also eine Webseite betreibst, ist es höchste Eisenbahn, sich mit der Thematik ernsthaft zu beschäftigen. Wobei ganz ehrlich… hier ist es fast schon zu spät.

Datenschutz für die Internetuser ansich ist ja eine prima Sache. Aber in dem Fall trifft es, wie so oft, die Falschen. Ich hatte bisher kein Interesse irgendwelche Daten meiner LeserInnen zu speichern und auszuwerten, und werde auch zukünftig kein großes Interesse daran haben. Das Problem ist vielmehr, dass Webseites „ab Werk“ sozusagen, mit all ihren Plugins und Funktionen einige Daten an deren Hersteller übermitteln, wovon man so gut wie nichts ahnte. Dies darf prinzipiell zwar in vielen Fällen auch so bleiben, jedoch müssen diese Infos dann explizit in die Datenschutzerklärung mit aufgenommen werden. Das bedeutet, in jedem Fall muss man sich umfangreiches Fachwissen aneignen oder die jeweiligen Producer kontaktieren, sofern man Antwort bekommt.

Auch müssen Webseites nun auf sicheren SSL-Servern laufen und vieles mehr… Als Konsequenz der neuen EU-Verordnung ist zu befürchten, dass wohl viele Blogs ihren Betrieb einstellen werden, um nicht Risiken einzugehen wie mit Datenschutzbehörden Bekanntschaft zu machen oder Abmahnanwalten zum Opfer zu fallen. Denn das technische und juristische Know How, um Blogs sicher zu machen, und vor allem seine Datenschutzerklärung „wasserdicht“ zu gestalten, ist eine Wissenschaft für sich. Während Facebook, Google und Co. dafür jede Menge Spezialisten beschäftigen, die aus IT´lern und Juristen bestehen, ist die Sache für eine One-Man-Show wie eben für Blogger erheblich aufwendiger… Und selbst unter Juristen gibt es noch genug Fragezeichen hinsichtlich der neuen DSGVO.

Dafür wurde im Umkehrschluss das neue Polizeiaufgabengesetz in Bayern beschlossen. Das erlaubt dem Bayerischen Staat ab jetzt auch ohne konkreten Verdacht die BürgerInnen auszuspähen, Bewegungsprofile zu erstellen, in die Wohnung einzudringen sowie intelligente Videoüberwachung. BürgerInnen dürfen jetzt auf unbestimmte Zeit inhaftiert werden, ohne Richter! 1984 von George Orwell lässt grüßen… Für den Staat gilt der Datenschutz also nicht.

Der Zeitenwandel geht in seine heiße Phase! Das bedeutet natürlich auch, dass der Druck auf der einen Seite immer größer wird, um sich irgenwann gemäß der Hermetischen Gesetze auf der anderen Seite auszupendeln.

Die neue Datenschutzverordnung ist eine neue Möglichkeit, die freie Meinungsäußerung im Internet auszuschalten.

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