Der Fall Alex Jones: Apple, Facebook und YouTube schmeißen Hassprediger raus

Es ist eine Zäsur im Umgang mit Hassrede: Nachdem Apple die Podcasts des rechten Kommentators Alex Jones aus dem iTunes-Store entfernte, zogen kurz darauf auch Facebook, YouTube und Spotify nach. Sie alle sperrten Beiträge oder gleich die Kanäle von Jones und seiner Marke Infowars. Nach welchen Regeln dies geschieht und warum ausgerechnet jetzt, bleibt allerdings unklar.

Auf einmal ging alles ganz schnell. Innerhalb von 24 Stunden haben die großen Tech-Firmen Apple, Facebook und YouTube sowie die Musikplattform Spotify Alex Jones und seine Botschaften von ihren Plattformen verbannt. Vorangegangen war eine längere Debatte darum, wie man mit einem Menschen umgehen sollte, der von sich selbst behauptet, Nachrichten zu liefern, tatsächlich aber vor allem rechte Verschwörungstheorien und Hetze gegen Minderheiten verbreitet. Jones und sein Sender Infowars hatten in der Vergangenheit etwa behauptet, die US-Regierung sei an den Anschlägen des 11. September beteiligt gewesen und das Attentat an der Grundschule Sandy Hook sei mit Schauspielern inszeniert worden, um strengere Waffengesetze durchzusetzen. Angehörige der Opfer werden seither mit Morddrohungen überzogen.

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